stimme ich war nicht bei ihr und sie hörte meine stimme wie ein schluchzen ich rauchte auf der nachtwiese eine zigarette der rauch sagt nichts über die glut sie hat ein hundejammern gehört und dachte das ist meine stimme es waren alte eichen die vom hass unter den vögeln sangen und ich wollte die tür nicht öffnen um die täuschung zu wahren wollte ihre gedanken nicht aufscheuchen damit sie sicher sei - ich heule ich stand weiter auf der nachtwiese zweite zigarette ohne glut hörte wie alte eichen knirschen und sie dachte - ich heule * * * * stille ich hörte ihre atemlose stille und vernahm (in der stille) ihr atemloses weinen das flüstern von tränen die keine kraft mehr haben neue zu erzeugen ich wollte nicht daß sie weiß daß ich fühle ihr tonloses stilles weinen ich hörte meinen blick der ihre hand berührte (mit der stille) damit sie denkt daß ich nicht weiß daß ich höre ihr atemloses weinen * * * * schnee was ist das alles wert wenn der schnee schmilzt wie im vergangenen jahr und der fluss der unrast steigt gehen und alte pfade suchen warum warten auf neuen schnee der den weg wieder verdeckt mit weißem bild warum gehen auf der selben straße wenn man weiß das man nur ein schatten ist warum warten auf neuen schnee und wissen daß er wieder schmilzt wie der vom vergagenen jahr * * * * herbststimme stimmen des herbstes roter apfel schwangerer kürbis april der vogelbeere feuchter wind hinkender hund deine augen wie zwei antrazite eine handvoll nüße die raupe entschlafen rote sonne wie mein herz die herbstliche stille schlägt wie im letzten jahr schatten wachsen das grün wird rot vor scham der abend steht früher auf um den rauch zu verdecken die spinne webt haare herbstes seide wie deine auf meinem pullover der abend schreibt gedichte von dunkelheit von der liebe von der unmöglichkeit * * * * freude was mir freude macht ein buch das keiner lesen will ein schräger klang der mein ohr berührt deine augen mit wimpern die die schmach verbergen schlanke beine vom kleid verdeckt zwei zigarren die ich nicht rauche mein hund der hegel liest deine eleganten hände und die kerze die ewig brennt * * * * feuerwehr wenn du glocken hörst die niemand schlägt sei sicher fremder das ist ein klang der feuerwehr männer mit schwarzen anzügen aus dem gemälde legers die kein feuer löschen fegen nur die asche * * * * dunkelheit der abend bringt dunkelheit wie schlechtes gewissen für begangene taten die es nicht gibt der abend bringt dunkelheit wie schwarze gedanken verzweiflung für gewissheit die es nicht gibt der abend bringt dunkelheit eines blinden falken für falsche bilder mit rahmen die es nicht gibt der abend bringt dunkelheit wie hinkende hoffnung für glaube an etwas was es nicht gibt der abend kommt morgens mit dunkelheit in der tasche wie ein falscher freund mit lächeln das es nich gibt * * * * augentiefen wird der frühling noch ein frühling sein ob die augentiefen moos bewächst ohne duft ob alle jahreszeiten winter werden die erde ist schwarz hart kannst du dich erinnern daß wir jeden abend auf der selben moosbedeckten erde ritten die erde ist schwarz hart die augenhöhlen mit moos bewachsen ohne geruch der die erinnerung von unseren schritten verwischt wer kann meine augen aufknöpfen * * * *
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